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„Ich habe die Liebe zur Kunst sowohl durch die Muttermilch vermittelt bekommen, als auch insbesondere durch die Gene meines Vaters!“ Edgar Huber wuchs in einem Haus voller Kunstgeist auf: Die Mutter, Lotte von Gagern, als Goldschmiedin und die rege Zusammenarbeit mit seinem genialen Bildhauer-Vater, Prof. Erwin Huber, prägten ihn von Jugend auf.
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Danach folgte eine fünfjährige Ausbildung zum Restaurator in der staatlichen Restaurierwerkstätte der Österreichischen Galerie des Schlosses Belvedere in Wien unter der Leitung von Chefrestaurator OR Erich Franz Blaim. Edgar Huber lernte alle relevanten Restaurierungsarbeiten von ihm in technischer Perfektion, und arbeitete sohin an den berühmtesten Museumsbildern der Österreichischen Kunstgeschichte: Werke von Klimt, Schiele, Kokoschka, Ender, Ammerling, Waldmüller, Defregger und anderen bedeutenden Malern zählten zu seinen täglichen Herausforderungen.
1980 kehrte Edgar Huber wieder in seine Geburtsstadt Graz zurück und betrieb hier erstmals eigenständig ein Atelier. 1982 eröffnete er das Atelier Obstgasse 5 im Bezirk Leonhard.
Auftraggeber wurden sowohl private Personen, als auch Institutionen wie Museen und Galerien, Persönlichkeiten aus Wirschaft und Politik und insbesondere die Kirche.
Edgar Huber und sein Vater Prof. Erwin Huber arbeiteten oft auch gemeinsam an künstlerischen und restaurativen Ausführungen bzw. Werken:
- Pallais Attems: Stuckarbeiten an der Prunkstiege;
- Kalvarienberg: Kreuzigungsgruppe,
- Barmherzigen Kirche: Engelsfiguren an der Hauptfassade,
- Bruck/Mur: Fassade (Jugendstil),
- Bez. Bruck/Mur: mehrere Bildstöcke,
- Schlosskirche Schwanberg: Altarrestaurierung,
- Kloster der Elisabethinen in Graz: Relief Hl. Familie und Elisabeth von Thüringen; Figur der Immaculata.
In dieser Zeit kam es zu einer Reihe eigenständiger künstlerischen Neuschöpfungen:
- Fresko des Hl. Franziskus (KH der Elisabethinen in Graz);
- Kreuzweg für die Barmherzigen Brüder in Graz, Marschallgasse;
- Vita des Hl. Hubertus (Bildstock Pöllau):
Besonders die steirische Kirche (Diözese Graz-Seckau) wurde Auftraggeber von zahlreichen Restaurierungen und Neuschaffungen bei kirchlichen Innenausstattungen: insbesondere an Altarbildern, Kreuzwegbilder, Heiligenbildern und Skulpturen vieler steirischer Kirchen.
Als erwähnenswerte Beispiele sind anzuführen:
- Ausstattung Kirche Piber;
- Kirche Gutenberg;
- Kirche in Öblarn;
- Pfarrkirche St. Peter in Graz: Restaurierung des Kreuzweges;
- Stift Rein, Abtportrait Placidus Mally für die Niederösterreichische Landesausstellung Seitenstetten;
- Pfarrkirche St. Johann ob Hohenburg;
- Neuschaffung des Altarblattes Hl. Dionysius der Pfarrkirche Wolfsberg im Schwarzautal;
- Neuschaffung des Altarblattes Hl. Georg in Kogelhof bei Anger;
- Pfarrkirche Murau;
- Pfarrkirche St. Peter/Freienstein;
- Pfarrkirche Judenburg;
- Pfarrkirche Arzberg;
- Pfarrkirche St. Ulrich/Deutschlandsberg;
- Pfarrkirche Stainz;
- Friesach, KH des Deutschen Ordens: Mariendarstellung und Franziskus;
- Kirche St. Josef/Oststeiermark;
- Kirche Frauental;
- Kirche St. Ruprecht an der Raab;
- Kirche Josefweg in Graz-Mariatrost;
- Basilika Maria Trost, Hauptportal;
- Filialkirche Hl. Blut/Voitsberg;
- Kirche Edelschrott;
- Kirche Krakaudorf;
- Restaurierarbeiten an Gemälden in Stift Admont;
- Pfarrkirche Mürzzuschlag;
- Filialkirche Mürzsteg;
- Pfarrkirche Turrach;
- Pfarrkirche Möderbrugg;
- Altarbild der evang. Heilandskirche in Graz.
Weitere Referenzen in chronologischer Reihenfolge:
1994 führte er zahlreiche Restaurierungen für Schloss Kornberg durch.
1997 wurde das Stadtmuseum Graz neu gestaltet, wertvolle Museumsbilder wurden durch Edgar Huber restauriert. Edgar Huber fertigte auch für das Stadtmuseum eine Kopie des bekannten Portraits von Friedrich III. an. Kunsthistorisch wertvoll ist seine Rekonstruktion des Landplagenbildes vom Grazer Dom. 2000 folgten Restaurierungsaufträge für die Stadtpfarrkirche in Graz, 2001-2003 Restaurierungen für den Dom zu Graz. 2003 übernahm Edgar Huber die konservatorische Leitung der steirischen Landesaustellung „Mythos Pferd“ in Piber. 2004 arbeitete er an umfangreichen Gemälden aus Schoss Seggau. 2005-2006 fertigte er Kopien von zwei Gemälden - Legende der Heiligen Katharina von Pietro de Pomis - an der Hauptfassade des Mausoleums in Graz. 2007 Anlässlich des Papstbesuches in Österreich schuf Edgar Huber das Relief „Gnadenbild der Mariazeller Madonna“. Auflage: 300.000 Stück im Erstguss. Papst Benedikt XVI wurde während der Papstmesse in Mariazell ein vergoldetes Exemplar überreicht. 2008 bezog Edgar Huber sein gegenwärtiges Atelier in Mariatrost und richtete dort seine Restaurierwerkstätte ein. Paralell dazu richtete er viel Augenmerk insbesondere auf die Forschung und kunsthistorischen Aufarbeitung der herausragenden Bildhauerkunst seines Vaters, Prof. Erwin Huber. Sein Lebenswerk wird regelmäßig in großen Ausstellungen präsentiert. 2016 Neuschaffung der Bronzefigur des Hl. Franziskus von Assisi mit dem Wolf von Gubbio zusammen mit Christa Huber-Winter. 2016 Lichtweg, 9 Ölbilder mit Blattgold, Darstellungen der Geschehnisse von der Auferstehung Christi bis zum Herabkommen des Heiligen Geistes am fünfzigsten Tag. 2017 Petrus, Bronzefigur 2017 Wappenrelief für Weihbischof 2017 Geborgenheit - Bronzerelief für die Sternenkinder 2018 Laurentius, Bronzefigur 2019 Petrus, zwei Bronzereliefs für die Pfarre St. Peter im Sulmtal 2019 Mariatroster Madonna, Bronzerelief 2020 Taufbecken für die Wallfahrtskirche Maria Straßengel mit Taufschale, Wasser des Lebens und Figur Johannes d. T., Bronze - gemeinsam mit Christa Huber-Winter 2021 Bronzereliefs für eine Mariensäule |
Kaiser Friedrich III. (Bildausschnitt),Edgar Huber, Kopie 1982, Öl auf Holz, GrazMuseum |